Spende Adventsscheunenfest 2017

Spende Weinig 2017

Regionale Fachkonferenz der Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz aus Bayern, Baden-Württemberg und Hessen

 

Staatssekretärin Bärbl Mielich aus dem Ministerium für Soziales und Integration des Landes Baden-Württemberg, begrüßte am 4. Oktober 2016 in Stuttgart die Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz. Gemeinsam mit den Vertretungen der Bundesländer, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Vertretungen der 150 Lokalen Allianzen aus Baden-Württemberg, Bayern und Hessen, trafen sich die an dem Bundesprogramm Beteiligten zu einer Fachkonferenz.

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Susanne Roser und Dr. Hans Unbehauen stellten für Hessen die Arbeit des Vereins ‚Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal e.V.‘ vor. Der interkommunale Generationenverein hat sich zum Ziel gesetzt, für die 12.000 Einwohner in Ebersburg, Ehrenberg und Gersfeld demenzfreundliche Strukturen aufzubauen, zu koordinieren und dauerhaft im Gemeinwesen zu verankern. Dafür ist es ihnen gelungen zentrale Kooperationspartner zu gewinnen. Neben der IHK Fulda, dem Gesundheitsnetz Osthessen, der Rhönenergie und der Kreishandwerkerschaft konnten über die Bürgermeisterkreisversammlung alle 25 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in das Netzwerk eingebunden werden. Damit haben neben den regionalen Unternehmen und der Ärzteschaft auch die Kommunen Verantwortung für das Zukunftsthema Demenz übernommen.
Die schon vorhandenen bzw. geplanten Länderstrukturen stimmen zuversichtlich für die Zukunft. Landesinitiativen für Demenz, Informations- und Koordinationsstellen für Demenz,  Programme für Ältere Menschen, Geriatriepläne, Demenzservicezentren oder ein umfänglicher Demenzplan: Alle Maßnahmen kommen den von Demenz betroffenen Menschen und ihren Angehörigen konkret zu Gute.

Quelle:  www.lokale-allianzen.de

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„Wenn wir alle zusammen wohnen würden, hätten wir solche Probleme nicht“, sagt Jean (Guy Bedos) in dem wunderbaren Film „Und wenn wir alle zusammenziehen?“. Gemeint sind die vielen Probleme, die das Älterwerden nun mal in allen Lebensbereichen mit sich bringt. Die Lösung im Film scheint tatsächlich einfach: Die fünf Freunde tun sich zusammen, ziehen gemeinsam in ein Haus, finden in dem Studenten (Daniel Brühl) einen Alltagsbegleiter für alle Ansprüche und genießen eine wunderbare Zeit.

Auch in unserer Region tragen sich manche mit dem Gedanken, gemeinschaftlich zu leben und zu wohnen, und das nicht erst dann, wenn die Kinder ausgezogen sind, das Haus zu groß und der Garten zur Last geworden ist. Ist es doch auch eine verlockende Perspektive, immer jemanden in der Nähe zu haben für ein Gespräch, für einen plötzlich notwendig gewordenen Fahrdienst zum Arzt oder oder für gemeinsame Wanderungen am Wochenende, und dies mit einem Auto, das allen gehört. Eine allzu romantische Vorstellung?
Bedeutet es nicht gleichzeitig auch, sich vom eigenen Haus und Garten zu verabschieden, diesem Lebenswerk, für das man sich jahrzehntelang geplagt hat? Oder sich zu verabschieden von der eigenen Kellerwerkstatt, die über Jahre gewachsen ist und der Ausstattung eines Baumarktes nur wenig nachsteht - und das in mindestens acht von zehn Einfamilienhäusern in der Straße! Und dann ist es ja die Heimat der Kinder, es sind die vielen Nachbarn und Freunde, von denen man sich trennt!

Im Verein Miteinander - Füreinander Oberes Fuldatal e.V. setzt sich eine Arbeitsgruppe seit längerer Zeit mit der Thematik „Neue Wohnformen im ländlichen Raum“ auseinander. Er hat dazu bereits eine Reihe verschiedener Informationsveranstaltungen und auch Besuche von gemeinschaftlichen Wohnprojekten organisiert. Die Erfahrung hat dabei gezeigt, dass die Entscheidung für eine Veränderung des eigenen Wohnumfeldes wohl bedacht und gut begründet sein will, denn es geht ja schließlich um einen enorm weitreichenden Einschnitt in die persönliche Lebensplanung. Hinzu kommt, dass sich die Bedingungen im ländlichen Raum von denen in einer Stadt erheblich unterscheiden.
Wer aber genau weiß, wie er leben will, kann die Frage nach der geeigneten Wohnform und dem geeigneten Wohnumfeld leichter beantworten, beizeiten Entscheidungen treffen und frühzeitig aktiv werden. Doch es ist eine große Herausforderung, sich in der Komplexität des Themenfeldes von Wohnen und Leben zurechtzufinden.

Vor diesem Hintergrund hat der Verein Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal e.V. im November wieder zwei Veranstaltungen in seinem Programm:

Am Donnerstag, 17.11.2016, 19.30 - 21.30 Uhr, den Vortrag mit Aussprache „WOHNSINNig wichtig - Zukunft des Wohnens im ländlichen Raum“,

und am

Freitag, 18.11.2016, 9.00 - 16.30 Uhr, die „Kreativwerkstatt WOHNSINNig wichtig- Neue Wohnformen im ländlichen Raum“.


Beate Engelhardt als Ansprechpartnerin für den Verein erläutert dazu: „Der Vortrag ist offen für ein breites, am Thema interessiertes Publikum. Er beschäftigt sich mit der Frage, warum wir uns mit dem Thema „Neue Wohnformen“ bzw. „Wohnen und Leben“ überhaupt beschäftigen sollten und welche vielfältigen Aspekte damit verknüpft sind. Darüber hinaus gibt er Handlungshinweise darauf, was jede(r) Einzelne tun und wohin man sich wenden kann.“
Der Workshop mit maximal 25 Teilnehmenden richtet sich sowohl an Fachleute als auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger, die sich aus der jeweiligen Perspektive heraus gemeinsam mit Kernfragen zukunftsfähiger Wohnformen beschäftigen wollen. Die beteiligten Bürgerinnen und Bürger können auf dem Weg ihrer Entscheidungsfindung einen Schritt weiterkommen. Fachleute, wie z. B. Planer, Bürgermeister und andere Entscheider sollen sensibilisiert werden und zum Thema weiterführende Informationen erhalten“.

Dahinter steht der Wunsch, die Veranstaltungsreihe im Sinne einer „Wohnschule“ mit vielfältigen Angeboten zum Thema „Wohnen im Alter“ fortzusetzen. Das Konzept der „Wohnschule“ ist maßgeblich von Dipl. Päd. Karin Nell, Evangelisches Erwachsenenbildungswerk Nordrhein, entwickelt worden. Sie konnte auch als Referentin für die beiden Veranstaltungen in Gersfeld gewonnen werden.
Dr. Hans Unbehauen, Vorsitzender von Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal, freut sich sehr darüber, dass beide Veranstaltungen als Vorhaben zur nachhaltigen Gestaltung des demografischen Wandels durch das Biosphärenreservat Rhön finanziell gefördert werden. Für die vorbereitende Kerngruppe des Vereins ist es darüber hinaus von besonderer Bedeutung, dass die Stadt Gersfeld gerade jetzt am Beginn des IKEK-Prozesses steht (IKEK= Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept). Sie hat sich in diesem Rahmen auch die Entwicklung des Themas „Neue Wohnformen“ vorgenommen, dies mit dem klaren Ziel, ein gemeinschaftliches Wohnprojekt in Gersfeld zu schaffen. Sie ist überzeugt, damit für das IKEK-Themenfeld „Soziale Infrastruktur“ ein besonderes zukunftsweisendes und innovatives Anliegen auf den Weg zu bringen.

Bei den Verantwortlichen und Planern des IKEK-Prozesses in Gersfeld - Prof. Dr. Kunze als Leiter des Beratungsbüros, Bruno Günkel und Jana Bodmann vom Fachdienst Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung des Landkreises sowie Bürgermeister Steffen Korell - findet das Thema große Resonanz. So hat sich eine regelrechte Lokale Veranstaltungsallianz gebildet. Alle Beteiligten haben für den Zeitraum vom 17.11.2016 bis zum 26.11.2016 ein gemeinsames Veranstaltungspaket mit zwei Schwerpunkten beschlossen. Den Auftakt bilden die beiden oben genannten Veranstaltungen.

Am Samstag, 26. November, werden dann zunächst Prof. Dr. Kunze und sein Team ab 18.00 Uhr die Ergebnisse der ersten IKEK- Phase mit drei Bürgerforen öffentlich darstellen. Anschließend gibt es die Theateraufführung „2030- Odyssee im Leerraum, Junges Theater Göttingen“ als Dokumentarisches Theater über den Strukturwandel im ländlichen Raum.

Es herrscht Aufbruchstimmung in Gersfeld!
Die Veranstalter laden herzlich ein. 

Mitgliederversammlung Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal e.V.

31. März 2017

 

Schmalnau - Der Verein Miteinander-Füreinander Oberes Fuldatal e.V. hatte seine Mitglieder von Gersfeld, Ebersburg und Ehrenberg zur Jahresmitgliederversammlung ins Bürgerhaus nach Schmalnau eingeladen.

In seinem Rechenschaftsbericht sagte der Vorsitzende Dr. Hans Unbehauen, wir könnten stolz sein auf den Verein, der inzwischen ca. 100 Helfer/innen in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen und Teams hat. Wohlwollende Unterstützung bekämen wir auch von den Kommunen, ganz wichtig den Ortsvorsteher/innen, dem Landkreis, dem Wohlfahrtsverband, den vielen projektbezogenen Kooperationspartnern wie Schulen, Kirchen, Vereinen und der Hochschule Fulda mit zwei großen Projekten. Wertvolle Unterstützung würden wir auch durch Spenden und die Fördermitgliedschaft erfahren, so Unbehauen. „Dies macht deutlich, wir sind sehr vielseitig aufgestellt; das ist einerseits gut, birgt aber auch Probleme. Ich bin sicher, dass unser Profil trotz der Vielfalt noch erkennbar ist“, sagte Unbehauen.

Danach gaben die Projektverantwortlichen der Versammlung selbst einen Einblick in ihre Arbeit: Fahrdienst, Beratung, Einkaufshilfen, Anlaufstellen, Alltagshelfer, Lokale Allianz, Soziales Netzwerk Demenz, Leihgroßeltern, Lokale Familien, Jung hilft Alt, Mensch ärgere dich nicht–Turnier, Erzählcafés, Mittagstisch, Seniorenwanderung, Bürgerkino, Alte Post und Sinnesgarten Weyhers, Hilfreiche Technik, Wohnberatung, Nachbarschaftshilfe und Gemeinschaftliche Wohnformen. Es fanden insgesamt 108 Treffen zu den Veranstaltungen statt, es waren 107 Helfer und Helferinnen im Einsatz und hierfür wurden insgesamt 7.687 Stunden aufgewendet. Zum Jahresende zählte der Verein 318 Mitglieder.

Bei den anstehenden Neuwahlen wurden von der Versammlung zum 1. Vorsitzenden Dr. Hans Unbehauen gewählt, zum Stellv. Maritta Jäger, 1. Kassiererin Ilse Gutmann-Friedel, Stellv. Liane Reinhart, 1. Schriftführer Jens-Uwe Künzel, Stellv. Gertrud Faulstich, als Beisitzer Petra Müller-Brandl, Ulrike Klein-Kammann und Hugo Barthel.

In diesem Jahr kann der Verein auf sein 10jähriges Bestehen zurückblicken, das am 27. Oktober 2017 im Evangelischen Gemeindezentrum in Gersfeld gefeiert wird. Als weitere Vorhaben für 2017 sind vorgesehen die Vernetzung mit dem „Familienzentrum Ebersburg“, Leih-Großeltern in Ehrenberg, der Einsatz des „Familien Mobil“ und das soziale Netzwerk Demenz.

 

MGV2017

 

Vorstand2017

Foto (von links): Hugo Barthel (Beisitzer), Liane Reinhart (stellv. Kassiererin), Margarete Trinath (Beisitzerin der Stadt Gersfeld), Hubert Hocke (Beisitzer der Gemeinde Ehrenberg), Maritta Jäger (stellv. Vorsitzende), Ulrike Klein-Kammann (Beisitzerin), Ilse Gutmann-Friedel (Kassiererin), Dr. Hans Unbehauen (Vorsitzender), Petra Müller-Brandl (Beisitzerin), Gertrud Faulstich (stellv. Schriftführerin).

Es fehlt: Jens-Uwe Künzel (Schriftführer) Foto: Josef Laschütza